Endoprothetik - Künstliche Gelenke

Seit Jahren bildet der Ersatz von Hüft-,  Knie- und Schultergelenk  einschließlich entsprechender Wechseloperationen einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Klinik.
Sowohl die zur Verfügung stehenden Gelenkimplantate, wie auch die möglichen Operationsmethoden sind in den vergangenen Jahren permanent weiterentwickelt worden. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Verwendung bewährter Implantate namhafter Hersteller mit hervorragenden Langzeitergebnissen sowie auf anerkannte und sichere Operationsverfahren, wobei in Abhängigkeit des Befundes auch minimalinvasive Operationsverfahren möglich sind.

Mit dem Ziel, die Patientensicherheit und Qualität weiter zu optimieren, haben sich unter der Leitung der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie dazu entschlossen, den Bereich der Endoprothetik von EndoCert zertifizieren zu lassen.

EndoCert ist das weltweit erste Zertifizierungssystem in der Endoprothetik und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) ins Leben gerufen, um eine hohe Qualität in der endoprothetischen Versorgung zu gewährleisten.

Aufgrund der Ergebnisse des Zertifizierungsaudits wurde das TOZ Geilenkirchen am 28.03.2014 zum  EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung zertifiziert.

Qualitätsbericht 2014 des EPZmax als PDF-Download

Qualitätsbericht 2015 des EPZmax als PDF-Download

Qualitätsbericht 2016 des EPZmax als PDF-Download


Ersatz des Hüftgelenkes/Hüftendoprothetik

Der Ersatz des Hüftgelenks ist einer häufigsten und erfolgreichsten orthopädisch-chirurgischen Eingriffe der modernen Medizin.  Ziel der Operation ist eine schmerzfreie und voll belastbare Gelenkfunktion.

Folgende Hüftendoprothesensysteme sind bei uns jederzeit einsatzbereit:

  • Zementfreie Implantate
  • Zementierte Implantate
  • Hybrid Versorgung
  • Kurzschaft-Implantate
  • Sonderimplantate (z.B. bei Hüftdysplasie oder Wechseloperation) 

Der Erfolg der Operation hängt neben dem Operationsverfahren wesentlich von der Wahl der idealen Prothesenkomponenten ab – trotz genauster vorheriger OP-Planung mit Hilfe computerassistierter Planungssysteme sollte die letztliche Entscheidung dem intraoperativen Befund vorbehalten bleiben – daher werden alle o.g. Prothesenmodelle von uns permanent bevorratet.

Ersatz des Kniegelenkes/Knieendoprothetik

In unserer Klinik werden seit Jahren in hoher Zahl Kniegelenkersatzoperationen durchgeführt.   Ziel der Operation ist eine schmerzfreie und voll belastbare Gelenkfunktion welche meist zügig wioederhergestellt werden kann.
Dank routinierter Ärzteteams und weit entwickelter Operationsverfahren ist die Endoprothesenimplantation  am Kniegelenk in der Regel unproblematisch. Dem Operateur steht bei Bedarf jederzeit ein Navigationssystem zur Verfügung – dies ermöglicht auch bei komplexen Fehlstellungen (z.B. nach Frakturen) die genaue Wiederherstellung der Gelenkgeometrie.
Im Sinne des kleinstmöglichen erfolgreichen  Eingriffs ist in einigen Fällen lediglich ein Teilersatz des Kniegelenks  möglich, häufig ist der Oberflächenersatz Verfahren der Wahl und eher selten ist ein vollständiger (gekoppelter) Gelenkersatz (sog. Rotationsknie) erforderlich.

Ersatz des Schultergelenkes/Schulterendoprothetik

Aufgrund der rasanten Weiterentwicklung der Endoprothesentechnik ist auch für das Schultergelenk der endoprothetische Gelenkersatz mit hervorragendem  funktionellem Ergebnis möglich. Aufgrund der komplexen Situation am Schultergelenk (das OP-Verfahren hängt von der Weichteilsituation/dem Zustand der Rotatorenmanschette ab) kann die Indikation und Entscheidung für ein bestimmtes Prothesenmodell nur im Einzelfall beurteilt werden. Grundsätzlich stehen uns folgende Prothesentypen zur Verfügung:

  • Oberflächenersatz
  • Oberarmkopfprothese
  • Totalendoprothese
  • Inverse Prothese
  • Modulare Spezialprothesen (z.B. bei Wechseloperationen oder komplizierten Brüchen)

Revisionsendoprothetik - Wechseloperationen

Nach vielen Jahren kann es zum Verschleiß der Prothesenkomponenten oder zu einer Lockerung der Prothese kommen. Dann ist ein Wechsel der Prothese notwendig. Die Operation ist ggf. aufgrund der Knochen-  und Weichteilverhältnisse anspruchsvoll–entscheidend für den Erfolg sind die Erfahrung des Operateurs und die vorhandene technische Ausstattung. Dank enormer Investitionen halten wir heute mehrere, in der Regel modulare Revisionsimplantatsysteme bereit. Dank einer eigenen Knochenbank sind wir auch auf unerwartete größere Knochendefekte permanent vorbereitet. Durch Verwendung eines sogenannten Cellsaver  kann Blut während und nach der OP gesammelt und anschließend zurückgegeben werden, so dass der Blutverlust so gering wie möglich gehalten werden kann.
Diese Eingriffe werden von erfahrenen Ärzten geleitet, die jeweils mehrere hundert Operationen im Jahr selbst durchführen. Für Patienten mit relevanten Begleiterkrankungen, besteht für uns die Möglichkeit, die Vorbereitung und Überwachung vor und nach einer Operation zusammen mit einer leistungsfähigen internistisch/kardiologischen Klinik durchzuführen. Bei Bedarf steht hierzu eine Intensivstation mit modernster Ausstattung zur Verfügung.