Schlaf ist für die Erhaltung der normalen körperlichen Leistungsfähigkeit und der Gesundheit eine notwendige Voraussetzung. Etwa 20-30 % der Bevölkerung leidet jedoch unter Schlafstörungen. Bei der Hälfte dieser Patienten liegt eine schwere und behandlungsbedürftige Erkrankung des Schlafes oder eine Erkrankung durch den gestörten Schlaf vor. Insbesondere sind stark schnarchende Patienten durch nächtliche Atemstörungen und deren Folgen bedroht. Diese sind ein Risikofaktor für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall und können zu erheblicher Beeinträchtigung des Leistungs- und Konzentrationsvermögens, zu Persönlichkeitsveränderungen und sozialen wie beruflichen Schwierigkeiten führen.

Die Abklärung von schlafassoziierten Erkrankungen erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen HNO-Arzt, Neurologe, Psychiater und Internist.

Im Schlaflabor können Ihre Beschwerden durch weitergehende Untersuchungen abgeklärt und eine dem jeweiligen Patienten individuell angepasste Therapie festgelegt werden, von einer Beratung bis hin zur nasalen Überdruckbeatmung.

Das Schlaflabor

Im Schlaflabor wird nach Überweisung durch einen Lungenfacharzt, einen Kardiologen oder einen Neurologen / Psycheater mittels Fragebögen und schlafmedizinischer Anamnese sowie mit apparativen Untersuchungsmethoden Ihre Schlafstörung oder schlafassozierte Erkrankung diagnostiziert und ggf. eine Therapie eingeleitet.

Das Team des Schlaflabors

Das Team des Schlaflabors


Von uns angewandte Untersuchungsmethoden

Polygraphie
Mittels eines Gerätes zur ambulanten Aufzeichnung des Atemverhaltens, des Schnarchens und der Sauerstoffsättigung lässt sich prüfen ob eine Atmungsstörung im Schlaf vorliegt und weitergehende Untersuchungen im Schlaflabor erforderlich sind.

Polysomnographie
Hierbei werden mittels Elektroden die Hirnströme (EEG), die Augenbewegungen (EOG), der Muskeltonus (EMG), der Atemluftstrom, Schnarchgeräusche, die Körperlage, das EKG, die Atembewegungen des Brustkorbes und der Bauchdecke, der Sauerstoffgehalt des Blutes und die Bewegungen der Beine über Nacht registriert. Die Polysomnographie erlaubt eine weitgehende Differenzierung der Schlafstörung.

Multipler Schlaf-Latenz Test
Hiermit testen wir Ihre Fähigkeit tagsüber einzuschlafen als Maß für Tagesmüdigkeit. Der Test besteht aus fünf halbstündigen Tests im Abstand von 2 Stunden und wird von uns Dienstags und Donnerstags durchgeführt.

Vigilanz-Test
Dieser Test prüft Ihre Fähigkeit, sich auch unter monotonen schläfrigmachenden Bedingungen über längere Zeit zu konzentrieren.

Herr H. O. Köppen verfügt über die Weiterbildungsbefugnis für die Zusatzbezeichnung Schlafmedizin in Verbindung mit der Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin.